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Immersion und
skeptische Hermeneutik
Henning Wode
Kiel
Lautore presenta storia e vantaggi dellimmersione
linguistica per lapprendimento delle lingue straniere, ne
confronta i postulati con quelli dellapproccio ermeneutico
scettico di Hunfeld e indica le questioni che andrebbero approfondite
in una ricerca congiunta che risulterebbe di vantaggio ad ambedue
gli approcci; rileva che lIM è stata impiegata in
Europa solo per lingue minoritarie (anche per il romancio in Svizzera),
mai organicamente in sistemi di istruzione nazionali dei quali
denuncia limpostazione (ormai sorpassata dalla politica
linguistica dellUE) fondata sulla lingua maggioritaria.
I principi dellIM (es. apprendimento autonomo, input linguistico
strutturalmente ricco, errori come indice del processo di apprendimento
in corso) risultano complementari a quelli di Hunfeld (es. normalità
della differenza vista come impulso allapprendimento lungo
larco della vita, responsabilità e autonomia di giudizio
come fondamento del comprendere, tolleranza come tutela del diverso):
ne deduce che uno spicchio didattico più consistente dellinsegnamento
svolto in lingua madre dovrebbe avvenire in immersione in lingua
straniera secondo criteri ermeneutici. Da chiarire sarebbe se
il fondamento dellapproccio di Hunfeld (il non-comprendere
come caratteristica normale della comunicazione) valga anche per
la comunicazione specialistica, e se il motivo risieda in aspetti
situazionali o nelle caratteristiche strutturali intrinseche delle
lingue. (red.)
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Immersion (IM) gilt schon lange weltweit
als das mit Abstand erfolgreichste Verfahren zur Vermittlung von
Fremdsprachen. In Deutschland wird es kaum zur Kenntnis genommen.
Die erste wissenschaftlich intensiv begleitete Erprobung hat hier
zu Lande - wie in vielen anderen Ländern - zu vergleichbar
atemberaubenden Ergebnissen geführt. Deshalb gilt es zu überlegen,
wie IM in die modernen Entwicklungen der Fremdsprachendidaktik
integriert werden kann. Hunfelds skeptische Hermeneutik scheint
besonders vielversprechende Anknüpfungspunkte zu bieten.
Es hat zwar erstaunlich lange gedauert, ehe die
kanadische IM in Europa zur Kenntnis genommen worden ist und noch
länger, ehe man sich wenigstens in einigen europäischen
Ländern daran machte, diese so überaus erfolgreiche
Methode mit dem Ziel einer Verbesserung des (Fremd-) Sprachenunterrichts
im eigenen Land einzusetzen, z.B. in Nordspanien Anfang der 1980er
Jahre zur Wiederbelebung des Katalanischen (z.B. Artigal 1993);
in Finnland gegen Ende der 1980er Jahre zur Vermittlung des Schwedischen
für finnischsprachige Kinder (z.B. Versterbacka 1991, Lauren
1998); in Frankreich seit Anfang der 1990er Jahre zur Vermittlung
und Wiederbelebung des Deutschen im Elsaß (z.B. Petit 2002);
oder jüngst Ende der 1990er Jahre in Deutschland zur Frühvermittlung
des Englischen in einem Verbund von Kita1 und Grundschule (Wode
2001a, 2001b, 2002, 2004, Wode et al. 2002, Wode/Werlen 2003).
Zwar verfügt man in Europa über z.T. langjährige
intensive Erfahrungen mit dieser Art von Sprachvermittlung, z.B.
in Schleswig-Holstein durch die Dänischen Schulen (Danska
Skoleforening für Sydslesvig 1989, Sønergaard 1993,
Wode 2000); in Wales mit jenen Schulen, in denen Walisisch als
Schul- und Unterrichtssprache dient (z.B. Edwards 1984, Baker/Jones
1998) oder in der Schweiz mit Schulen im rätoromanischen
Sprachgebiet, die Rätoromanisch als Schulsprache verwenden.
Allerdings sind bis auf das Katalanische in Spanien (s. die vielen
Beiträge in Arnau/Artigal 1998) keine ernsthaften Versuche
bekannt geworden, diese überaus positiven heimischen Erfahrungen
für das jeweilige öffentliche nationale Schulsystem
großflächiger zu nutzen. Vermutlich deshalb nicht,
weil diese Erfahrungen aus dem Kontext von Minderheiten stammen
und die Sache den für Bildung in Schule, Schulverwaltung
und Lehrerausbildungsinstitutionen Verantwortlichen schon deshalb
suspekt sein mußte, weil sie üblicherweise in den Kategorien
von Majoritäten und Majoritätensprachen denken. Sie
hatten sich zu kümmern um das nationale Schulsystem mit seiner
Ausrichtung auf die jeweilige Nationalsprache und wenige große
Fremdsprachen, die es vor allem als für die abendländische
Tradition wichtige Bildungsgüter zu tradieren galt. [...]
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