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Gedanken zum
Kompetenzprofil einer künftigen L2-Lehrkraft
Roger Grünblatt
Porrentruy
Students at teacher training colleges (TTCs)
have typically learnt their foreign languages in knowledge- and
form-oriented learning environments. However, the aim of foreign
language didactics at TTCs is to enable future teachers to promote
communicative competence in their pupils, involving all four language
skills. This requires a didactics to provide a framework for reflexiveness
and individualisation. Teachers should play the role of facilitators
and create ideal learning environments. Grammar and vocabulary
work should always be contextualised and reflect individual levels
of competence. Lexical chunks have a central role to play, and
learners must be taught to use strategies for decoding words in
context. The European Language Portfolio provides a useful tool
for formative assessment. In sum, teacher trainees have to take
leave from the traditional view of learning and develop more creative
way to engage in foreign language teaching. (red.)
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Es ist der Sache sicher dienlich, auf die Ausgangsposition der
Studierenden beim Eintritt in eine Hochschule für Pädagogik
einzugehen, bevor im weiteren versucht werden soll, ein Kompetenzprofil
für eine L2 Lehrkraft zu entwickeln.
Die große Mehrheit der künftigen L2 Lehrkräfte
an unserer Pädagogischen Hochschule, der HEP BEJUNE, durchlief
einen traditionellen Fremdsprachenunterricht, dessen Lerninhalte
vor allem instruktiv vermittelt wurden. Die Lerninhalte in einem
derartigen Unterricht basieren bekanntlich auf einem umfangreichen
Wissen der Gesetzmäßigkeiten in der Zielsprache (Grammatik),
der Beherrschung eines umfangreichen Grundwortschatzes, dem Lesen
und Übersetzen von (klassischer) Literatur. Diese Art des
Unterrichts ist Voraussetzung und Bedingung dafür, seine
Studien an der Universität erfolgreich abzuschließen.
Auf eine derartige Unterrichtsgestaltung treffen die Studierenden
erneut in ihren Praktika. Das oben beschriebene Modell ist immer
noch in mehr oder weniger ausgeprägter Form (man spricht
mittlerweile auch im Fremdsprachenunterricht) die vorherrschende
Unterrichtpraxis an den meisten der heutigen Schulen. Dies ist
der Rahmen von dem das Unterrichten und Lehren einer Fremdsprachendidaktik
an unserer Hochschule für Pädagogik umgeben ist.
Die Arbeit an den vier Sprachfähigkeiten
Das oberste Ziel der Fremdsprachendidaktik an der PH ist und bleibt
es, die Studierenden zu befähigen, die kommunikative Kompetenz
bei ihren Lernenden herauszubilden. Allerdings ist der Begriff
kommunikative Kompetenz weiter zu fassen, als dies im traditionellen
Unterricht der Fall ist. Die Herausbildung kommunikativer Fähigkeiten
bezieht sich nicht nur auf Sprechen und Hörverstehen, sondern
auch auf Schreiben und Lesen. [...]
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