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Einführung

Redaktion

Die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer ist im Umbruch. Zwei Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle: Einerseits ist man daran, in der Schweiz die neuen Pädagogischen Hochschulen (PH) einzurichten. Andererseits eine neue Generation von Lehrkräften hält in die Schule Einzug und wird deren Geschicke für die nächsten Jahrzehnte mitbestimmen. Grund genug für Babylonia, um sich der Sache anzunehmen. Wir tun dies mit Beiträgen aus den drei Perspektiven: Visionen, Realitäten, Diskussion.
Was die Realitäten anbelangt, hat Ida Bertschy in ihrem Beitrag (S. 30) eine prägnante Zusammenfassung der Protrait von 14 PH verfasst. Diese Portrait sowie die Übersichtstabelle auf S. 56 ermöglichen einen guten Überblick über die aktuelle L2-Lehrkräftausbildungslandschaft.
Die Visionen werden mit dem Beitrag von M. Byram eingeleitet. Die Unterscheidung von education and training erlaubt ihm, die Relevanz der Bildung (education) gegenüber einem bloss zweckorientierten L2-unterricht hervorzuheben. Im Zentrum seiner Überlegungen steht dann die Frage ob in Zukunft Lehrkräfte für europäische Sprachen oder eher europäische Lehrkräfte für Sprachen sinnvoll sein werden. Dezidiert nimmt er für eine europäische Identität der Lehrkräfte Stellung.
Die Erfahrungen aus der trinationalen Region Oberrhein und Regio Basilensis bieten E. Werlen den Hintergrund für ihre Ausführungen zu den innovativen Tendenzen auf europäischer Ebene. Insbesondere werden das Europa-Lehramt an den PH Freiburg und Karlsruhe und das Gesamtsprachenkonzept Oberrhein vorgestellt.
A. Hornung stellt die Frage nach der Differenziertheit der Kompetenzen für Lehrkräfte, die im Stande sein sollen, für eine Welt der sprachlichen Vielfalt unterrichten zu können. Vor dem Hintergrund italienischer Erfahrungen unterstreicht sie u.a. die Bedeutung eines kulturell heterogenen Lehrkörpers an den PH und den Universitäten. F. Quartapelle und S. Minardi, stellen die wichtigsten, sich zur Zeit in Italien herausbildenden Tendenzen vor.
Im Rahmen der Diskussion bespricht V. Saudan die Rolle der reflexiven Komponente im Berufsprofil der L2-Lehrkräfte. Konzepte und Erfahrungen zu einer übergreifenden, integralen Sprachendidaktik werden von R. Cathomas vorgestellt. R. Margonis-Pasinetti konzentriert sich auf die Theorie-Praxis Dimension in der Ausbildung, R. Grünblatt vertieft sich in einige Aspekte des didaktischen Kompetenzenrepertoirs (v.a. Grammtik und Wortschatz) und schliesslich analysieren E. Jansen O’Dwyer und W. Nabholz die Konsequenzen für die Ausbildung, die sich aus dem Projekt “bi.li-Zweisprachiges Lernen an Berufsschulen” ergeben.

 

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Updated 05.03.04