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Peter Ecke
Tucson

Die Kosten der Mehrsprachigkeit: Zeit und Fehler bei der Wortfindung

Abstract

Zusammenfassung

This article reviews psycholinguistic studies that compare monolingual and bilingual speakers’ performance in a number of speeded tasks that involve lexical access (the naming of pictures and two-digit numbers, the categorization of word meanings, speeded reading, and lexical decision). The reviewed studies suggest that bilinguals are at a disadvantage in lexical retrieval tasks in their first language (as reflected by lower speed and reduced accuracy in word retrieval) compared to monolinguals. Bilingual speakers also experience higher rates of tip-of-the-tongue states compared to monolinguals. While reduced access speed and increased error proneness in the first language are costs associated with multilingualism, the benefits associated with it certainly outweigh its costs.

Dieser Artikel präsentiert psycholinguistische Studien, die die sprachlichen Leistungen mono- und bilingualer Sprecher bei Aufgaben mit Zeitlimit („speeded tasks“) vergleichen. Dazu gehören Aufgaben der Wortfindung, z.B. die Benennung von Bildern und zweistelligen Zahlen, die Kategorisierung von Wortbedeutungen, beschleunigtes Lesen und lexikalische Entscheidungen. Aus den betrachteten Studien geht hervor, dass Zweisprachler bei Aufgaben der Wortfindung in ihrer Erstsprache gegenüber Einsprachlern im Nachteil sind, was sich in einem verlangsamten Tempo und geringerer Präzision beim Auffinden der Wörter ausdrückt. Bilinguale Sprecher befinden sich auch häufiger in der Situation, dass ihnen ein Wort auf der Zunge liegt, ohne dass sie darauf zurückgreifen können. Wenn auch diese relative Langsamkeit und die erhöhte Fehleranfälligkeit in der Erstsprache zu den Kosten der Mehrsprachigkeit zu rechnen sind, so sind sie doch bedeutend geringer als der Gewinn, der aus letzterer erwächst.

  updated 07.01.10
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